Ben, der dunkel-saufarbene Rauhaardackel, ist mit seinem Besitzer Udo
Wellen aus Weingarten angereist, um sich bewerten zu lassen. Geduldig lässt
er sich von Zuchtrichterin Iris Stegmüller wiegen, den Brustumfang messen,
die Rute nach eventuellen Verwachsungen oder Knicken abtasten und die Zähne zählen.
Während er mit seinem Herrchen im Ring läuft, begutachtet die Richterin
kritisch Proportionen, Bewegungsablauf und Winkelungen der Beine des einjährigen
Rüden. Ben entspricht den Richtlinien und er erhält ein "Vorzüglich".
Günther Madlener, erster Vorsitzender der Sektion Oberschwaben erklärt,
dass die Hunde bei einer solchen Zuchtschau mindestens mit "Sehr
gut" bewertet werden müssen, um mit ihnen züchten zu dürfen. So werde
sichergestellt, dass Rassemerkmale wie Größe und Aussehen auch in der nächsten
"Hundegeneration" erhalten bleiben.
Drei von Bens Konkurrenten, darunter auch kurz- und langhaarige Exemplare
in den Farben rot-braun und saufarben, erhielten ebenfalls ein "Vorzüglich".
Um den Tagessieger zu bestimmen, mussten die vier besten Hunde im Ring
nochmals einige Runden drehen, bevor Ben den begehrten Pokal mit nach Hause
nehmen durfte.
Während der Zuchtschau hatten die Hundebesitzer auch Gelegenheit, die
Augen ihrer Vierbeiner von einer Tierärztin auf Krankheiten wie Grauer Star
und Progressive Retina Degeneration untersuchen zu lassen. Diese Erkrankungen
kommen bei Teckeln oder Dachshunden, wie die Dackel auch genannt werden, häufiger
vor. Wer züchten will, muss diese Untersuchung alle zwei Jahre wiederholen.